Chaos

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Die zu den Hohen Mächten des Multiversums gehörenden Chaotarchen treten für das Chaos ein. Allerdings ist bisher unklar, was genau mit diesem Chaos gemeint ist.

Nach Aussage der Pangalaktischen Statistiker dominieren zumindest im so genannten Standarduniversum die Mächte der Ordnung. 21% aller Eingriffe in die kosmische Struktur gehen auf die Kosmokraten, aber nur 16 % auf die Chaotarchen zurück.

Mit Chaos wird oft ein Zustand der Gesetzlosigkeit umschrieben. Auch innerhalb des extra-multiversiellen Absoluten Vakuums eines Thoregons scheint der Moralische Kode nicht zu wirken. Eine Superintelligenz ist nötig, um den PULS zu stabilisieren.

Chaos im Sinn der Chaotarchen

Allgemeines

In der Terminalen Kolonne spricht man auch davon, das Chaos zu reiten. Die Völker TRAITORS kennen folgende Legende: Wenn je die Terminale Kolonne an die Mächte der Ordnung fällt, wird der Fesselgriff der Ordnung das Universum erstarren lassen und alles Leben ersticken. (PR 2342) Kintradim Crux bezeichnet die Evolution als Born des Chaos. (PR 2389)

Der Moralische Kode ist in einer Negasphäre nicht mehr wirksam, da Kosmische Messenger ausgesperrt sind. Auch der Einsatz von GESETZ-Gebern deutet darauf hin, dass das GESETZ in einer Negasphäre nicht mehr gilt.

Laut Aussage des Weltweisen von Azdun lassen die Chaotarchen in Negasphären kein komplettes Chaos zu, da die dort entstehenden Lebensformen nicht mehr außerhalb einer Negasphäre lebensfähig wären. Es gibt deswegen in Negasphären Zonen vollkommenen Chaos' und Zonen, in denen noch gewisse Naturgesetze herrschen.

Über spezifische Chaos-Lebewesen ist nichts bekannt. Bisher wurden hauptsächlich normale Biophore-Lebewesen, bzw. deren Mutationen (z.B. Emanationen), als Diener der Chaosmächte gesichtet.
Gesichert ist, dass diese Chaos-Lebewesen (auf nicht näher bekannte Weise) den Lebensformen ähneln, die ohne Biophore-Hilfe von alleine entstehen. Diese Nicht-Biophore-Lebewesen sind gegen Kosmische Messenger immun(PR 1205) (während bekannt ist, dass die Abwesenheit von Messengern das Chaos fördert: noch eine Gemeinsamkeit).

Spekulationen

Vermutlich ist das Chaos der Chaotarchen mit der Gesetzlosigkeit im Sinne von Nicht-Existenz vergleichbar, da Kosmische Messenger ja Realität/Existenz erzeugen. Für diese Spekulation spricht, dass im Zusammenhang mit den Chaosmächten häufig Phänomene beobachtet wurden, bei denen es um diese Nicht-Existenz geht: Die Entropischen Zyklone lösen Psionisches Netz- und Hyperraum-Feldlinien auf. Das Element der Finsternis lässt Dinge verschwinden... Es existiert auch eine historische Aufnahme, wie Tarnii KOLTOROC den Untergang (Big Crunch) eines Universums bejubeln.

Chaos in der Chaostheorie

Das Chaos der Chaostheorie erwächst aus Systemeigenschaften, bei denen kleine Änderungen zu großen Auswirkungen führen. Daher kann chaotisches Verhalten durchaus als deterministisches Chaos auch bei deterministischen Gesetzen entstehen.

Beispiele für chaotische Systeme sind vor allem nichtlineare dynamische Systeme. Ein einfaches chaotisches System ist das Doppelpendel. Deterministisches chaotisches Verhalten lässt sich zum Beispiel beim Wetter oder bei den Planetenbewegungen finden.

Zusammen mit chaotischem Verhalten treten oft fraktale Strukturen auf. Auffällig ist, dass auch im Zusammenhang mit den Chaosmächten oft fraktale Strukturen - in Chaotendern, Sierpinski-Dreiecke in Kolonnen-Forts oder Fraktale im Ricodin-Verbundstoff - auftauchen.

Anmerkung: Frank J. Tipler spekulierte in seinem Buch "Die Physik der Unsterblichkeit", dass der chaotische Kollaps des Universums dem Leben aufgrund der Verstärkereffekte - kleine Einwirkung große Auswirkung - der Chaostheorie erlaubt, den Omegapunkt zu erreichen.

Chaos in der Quantentheorie

Auch die Gesetze der Quantentheorie sind deterministisch, und sie lässt ein deterministisches Quantenchaos analog zur Chaostheorie im Falle der klassischen Physik zu.

Die Gesetze der Quantenphysik beschreiben allerdings nur die Entwicklung der Wellenfunktion deterministisch. Diese Wellenfunktion beschreibt die Wahrscheinlichkeitsdichte z.B. für die Position eines Teilchens.

Der Zusammenbruch der Wellenfunktion beim Messvorgang ist nur statistisch vorhersagbar und erzeugt dadurch ein nichtdeterministisches Chaos.

Proto-Chaotische Zellen sind im Urzustand von quantenmechanischer Größenordnung. Der Inkonsistenzeffekt in Proto-Negasphären erinnert an die Heisenbergsche Unschärferelation.

Chaos in der Thermodynamik

In den Romanen wird das Chaos oft mit der in der Thermodynamik definierten Entropie in Beziehung gesetzt. Davon zeugen auch Begriffe wie Entropischer Zyklon, Thermodyn-Ingenieure, Thermodyn-Zentrale...

In Vielteilchen-Systemen können makroskopische Zustände durch verschiedene Mikrozustände dargestellt werden, da die Teilchen ununterscheidbar und somit austauschbar sind. Dieses Unwissen über den exakten vorliegenden Zustand bezeichnet man als Entropie. Die Entropie errechnet sich aus dem Volumen des von diesem System aufgespannten Phasenraums (welches der Anzahl der verfügbaren Zustände proportional ist). Ein Zustand maximaler Entropie entspricht einem Zustand absoluter Gleichförmigkeit, da hier dann alle mikroskopischen Realisierungsmöglichkeiten des makroskopischen Zustands gleich wahrscheinlich sind.

Dieser Informationsmangel wird meist als Unordnung tituliert und und als eine Form des Chaos interpretiert. Unordnung im Sinne der Entropie unterscheidet sich aber deutlich von der umgangsprachlichen Verwendung des Begriffs.

Im Rahmen der Allgemeinen Relativitätstheorie wird die Entropie vermutlich durch ein Schwarzes Loch maximiert. (J. D. Bekenstein, Stephen Hawking)

Mit Si kitu, der Mutter der Entropie, gibt es unter den Hohen Mächten eine Dritte Kraft, die weder den Kosmokraten noch den Chaotarchen zuzurechnen ist und als Hüterin des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik agiert.

Chaos in Religion und Mythologie

In vielen Religionen und Mythen war das Chaos der Urzustand des Universums. Aus dem Chaos entstanden die ersten Götter bzw. vergleichbare mythische Figuren. Das ungeordnete Chaos wurde dann durch den geordneten Kosmos abgelöst.

Anmerkung: Der SF-Autor Stephen Baxter entwickelte in seinen Romanen zwei Religionen (eine davon menschlich), die auf der Unvollkommenheit des Universums aufbauen. Diese Religionen basieren auf dem Entropie-Anstieg des Universums und dessen Tod.