Michael Nagula: Unterschied zwischen den Versionen

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Im Alter von 13 Jahren, Anfang 1973, entdeckte Michael Nagula die [[Perry Rhodan-Serie]]&nbsp;– mit [[Quelle:PR1|PR&nbsp;1]] der [[3.&nbsp;Auflage]] und [[Quelle:PR598|PR&nbsp;598]] der [[Erstauflage]]. Fast umgehend begann er, selbst zu schreiben, zunächst für eigene und andere Fanzines. {{WP|Jürgen Grasmück}} brachte 1977 gleich seine allerersten drei Heftromane in der Reihe {{WP|Silber Grusel-Krimi}} unter. Auf dessen Anfrage hin legte er sich das Pseudonym Maik Caroon zu&nbsp;– den Nachnamen entlieh er einem {{WP|Terra Astra|Terra-Astra}}-Roman von [[Kurt Mahr]].<ref>''Das Buch zum Con&nbsp;– Perry Rhodan-Con 2003 Garching, S.&nbsp;71–73: »Dreißig Jahre, und immer noch Tolotos&nbsp;...«, von Michael Nagula.''</ref> Für die Macabros-Serie von Dan Shocker (alias {{WP|Jürgen Grasmück}}) schrieb er Band 55, einen Mirakel-Roman, sowie Band 4 der geplanten eigenen Mirakel-Serie, die jedoch nicht realisiert wurde.
Im Alter von 13 Jahren, Anfang 1973, entdeckte Michael Nagula die [[Perry Rhodan-Serie]]&nbsp;– mit [[Quelle:PR1|PR&nbsp;1]] der [[3.&nbsp;Auflage]] und [[Quelle:PR598|PR&nbsp;598]] der [[Erstauflage]]. Fast umgehend begann er, selbst zu schreiben, zunächst für eigene und andere Fanzines. {{WP|Jürgen Grasmück}} brachte 1977 gleich seine allerersten drei Heftromane in der Reihe {{WP|Silber Grusel-Krimi}} unter. Auf dessen Anfrage hin legte er sich das Pseudonym Maik Caroon zu&nbsp;– den Nachnamen entlieh er einem {{WP|Terra Astra|Terra-Astra}}-Roman von [[Kurt Mahr]].<ref>''Das Buch zum Con&nbsp;– Perry Rhodan-Con 2003 Garching, S.&nbsp;71–73: »Dreißig Jahre, und immer noch Tolotos&nbsp;...«, von Michael Nagula.''</ref> Für die Macabros-Serie von Dan Shocker (alias {{WP|Jürgen Grasmück}}) schrieb er Band 55, einen Mirakel-Roman, sowie Band 4 der geplanten eigenen Mirakel-Serie, die jedoch nicht realisiert wurde.


Schon nach wenigen Monaten SF-Lektüre und Briefwechsel mit anderen Fans gründete Nagula einen Fan-Klub namens "F & SF Interessengemeinschaft 'para II'" (später "Interfan"), bei dem aufgrund eines äußerst intensiven brieflichen Netzwerkens bald auch Willi Voltz, Horst Hoffmann, Peter Griese, Roland Rosenbauer, Manfred Weinland, Elmar Wohlrath, W. K. Giesa, Hans Klipp und Michael Thiesen zu den zuletzt über 50 Mitgliedern zählten. In dieser Zeit entstanden seine Umdruck-Heftserie "Extorris" (9 Ausgaben, zusammen mit Reiner Wolf, Detlef Lipka und Alexandro Laue, plus ein Sonderband von Oliver Möller) sowie "Sellerie", eine 5-teilige Anthologiereihe mit satirischer Fantastik, zu der auch Weinland, Laue und Peter Tonske eigene Folgen beitrugen. Außerdem brachte er 1974 bis 1978 die Fanzines "Think Over" (3 Ausgaben) und "Colloquium" (14 Ausgaben, darunter 3 Doppelnummern) heraus, in dem auch ein langes eigenes Interview mit K. H. Scheer erschien, das er mit ihm in seiner Schule geführt hatte. Darüber hinaus schrieb er an der Fanzine-Heftserie "Superterra" (als Anton Sommer) und als Gyulan U. Darryl an einer Fantasy-Heftreihe der {{Quote|Aktivgruppe Science Fiction}} (AGSF) von [[W.&nbsp;K.&nbsp;Giesa]] mit, auf deren Mitgliederliste sich ebenfalls Namen wie [[Michael Thiesen]], Hans Klipp, Rolf Michael und [[Manfred Weinland]] finden.<ref name="Con-Buch 2003">''Das Buch zum Con&nbsp;– Perry Rhodan-Con 2003 Garching, S.&nbsp;81–83: »Porträt Michael Thiesen: Ein unentbehrlicher Ratgeber«, von [[Klaus N.&nbsp;Frick]].''</ref> Mit Weinland entstand Nagulas erster SF-Roman, den er Anfang 1978 beim damaligen Perry Rhodan-Lektor Günther M. Schelwokat einreichte. Das Manuskript des Gemeinschaftswerks ist leider verschollen. Schelwokat ermutigte ihn zu Soloromanen, die in der Folge in "Terra Astra"  erschienen (darunter ein Gemeinschaftswerk mit Rosenbauer). Wenige Jahre später wurde er außerdem Übersetzer für das Moewig-SF-Programm. Zwei Jahrzehnte danach ehrte Nagula Giesa mit einer Laudatio anlässlich einer Preisverleihung für dessen Verdienste um "Professor Zamorra", zu dem seit 1980 ein Manuskript von Nagula darauf wartet, dass die letzten zehn Seiten geschrieben werden.     
Schon nach wenigen Monaten SF-Lektüre und Briefwechsel mit anderen Fans gründete Nagula einen Fan-Klub namens "F & SF Interessengemeinschaft 'para II'" (später "Interfan"), bei dem aufgrund eines äußerst intensiven brieflichen Netzwerkens bald auch Willi Voltz, Horst Hoffmann, Peter Griese, Roland Rosenbauer, Manfred Weinland, Elmar Wohlrath, W. K. Giesa, Hans Klipp und Michael Thiesen zu den zuletzt über 50 Mitgliedern zählten. In dieser Zeit entstanden seine Umdruck-Heftserie "Extorris" (9 Ausgaben, zusammen mit Reiner Wolf, Detlef Lipka und Alexandro Laue, plus ein Sonderband von Oliver Möller) sowie "Sellerie", eine 5-teilige Anthologiereihe mit satirischer Fantastik, zu der auch Weinland, Laue und Peter Tonske eigene Folgen beitrugen. Außerdem brachte er 1974 bis 1978 die Fanzines "Think Over" (3 Ausgaben) und "Colloquium" (14 Ausgaben, darunter 3 Doppelnummern) heraus, in dem auch ein langes eigenes Interview mit K. H. Scheer erschien, das er mit ihm in seiner Schule geführt hatte. Darüber hinaus schrieb er an der SF-Fanzine-Heftserie "Superterra" (als Anton Sommer) und als Gyulan U. Darryl an einer Fantasy-Heftreihe der {{Quote|Aktivgruppe Science Fiction}} (AGSF) von [[W.&nbsp;K.&nbsp;Giesa]] mit, auf deren Mitgliederliste sich ebenfalls Namen wie [[Michael Thiesen]], Hans Klipp, Rolf Michael und [[Manfred Weinland]] finden.<ref name="Con-Buch 2003">''Das Buch zum Con&nbsp;– Perry Rhodan-Con 2003 Garching, S.&nbsp;81–83: »Porträt Michael Thiesen: Ein unentbehrlicher Ratgeber«, von [[Klaus N.&nbsp;Frick]].''</ref> Mit Weinland entstand Nagulas erster SF-Roman, den er Anfang 1978 beim damaligen Perry Rhodan-Lektor Günther M. Schelwokat einreichte. Das Manuskript des Gemeinschaftswerks ist leider verschollen. Schelwokat ermutigte ihn zu Soloromanen, die in der Folge in "Terra Astra"  erschienen (darunter ein Gemeinschaftswerk mit Rosenbauer). Wenige Jahre später wurde er außerdem Übersetzer für das Moewig-SF-Programm. Zwei Jahrzehnte danach ehrte Nagula Giesa mit einer Laudatio anlässlich einer Preisverleihung für dessen Verdienste um "Professor Zamorra", zu dem seit 1980 ein Manuskript von Nagula darauf wartet, dass die letzten zehn Seiten geschrieben werden.     


Nagula schrieb auch für {{WP|Ren Dhark}} und {{WP|Das Volk der Nacht}} von Manfred Weinland. Er stellte mehr als 30 Phantastik-Anthologien zusammen, darunter den Cyberpunk-Klassiker ''Atomic Avenue'' und ''Fenster ins Licht'', die erste westdeutsche DDR-SF-Anthologie, die SF-Kinderbuchanthologie ''Solange es Leben gibt'' und die Drachen-Anthologie ''Feueratem'' mit Originalbeiträgen unter anderem von [[Andreas Eschbach]], [[Gisbert Haefs]], [[Tanja Kinkel]] und Kai Meyer. Bei Weltbild war er redaktionell für die Sammler-Editionen ''Perry Rhodan Planetenroman'', ''Darkover'' und ''Der Hexer'' zuständig, für die er auch Begleitbroschüren zusammenstellte und verfasste und im Falle der ''Planetenroman''-Edition auf den jeweiligen Doppelband bezogene Vorworte.
Nagula schrieb auch für {{WP|Ren Dhark}} und {{WP|Das Volk der Nacht}} von Manfred Weinland. Er stellte mehr als 30 Phantastik-Anthologien zusammen, darunter den Cyberpunk-Klassiker ''Atomic Avenue'' und ''Fenster ins Licht'', die erste westdeutsche DDR-SF-Anthologie, die SF-Kinderbuchanthologie ''Solange es Leben gibt'' und die Drachen-Anthologie ''Feueratem'' mit Originalbeiträgen unter anderem von [[Andreas Eschbach]], [[Gisbert Haefs]], [[Tanja Kinkel]] und Kai Meyer. Bei Weltbild war er redaktionell für die Sammler-Editionen ''Perry Rhodan Planetenroman'', ''Darkover'' und ''Der Hexer'' zuständig, für die er auch Begleitbroschüren zusammenstellte und verfasste und im Falle der ''Planetenroman''-Edition auf den jeweiligen Doppelband bezogene Vorworte.
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